© 2019 Atem & Hypnose ~ Monika Taha-Grawitz ~ 02646 9156396

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"Die beiden wichtigsten Tage deines Lebens sind der Tag, an dem du geboren wurdest und der Tag, an dem du herausfindest, warum."

Mark Twain

Fragen und Antworten zur Hypnotherapie

Im Zusammenhang mit einer bevorstehenden hypnotherapeutischen Sitzung werden oft folgende Fragen gestellt:

Wie und warum wirkt Hypnose?

 

"Morgen nehme ich ab."

Die meisten Menschen haben viele kleine und manchmal auch größere Wünsche, dies oder jenes zu ändern. Ein typisches Beispiel ist wohl das Thema 'Abnehmen'.
Meist weiß der- oder diejenige genau, was zu tun ist und an starkem Willen fehlt es auch nicht. Trotzdem gelingt es uns oft nicht, unsere Ziele umzusetzen.


Warum scheitern wir so oft bei der Umsetzung?


Unser Verstand und unser Wille werden immer wieder überschätzt.
Wären Verstand und Wille die entscheidenden Komponenten unseres Handelns, würden wir immer die bestmöglichen Entscheidungen treffen. Wir wären alle gesund, glücklich, wunderschön und erfolgreich.
Aus der Neurologie wissen wir, dass es entwicklungsgeschichtlich sehr alte Gehirnregionen gibt, die anderen übergeordnet sind. Diese Bereiche steuern selbstständig und parallel viele - meist lebenserhaltende - Funktionen. Der Mensch spürt weder etwas von der Informationsverarbeitung in den Milliarden Nervenzellen des Gehirns, noch nimmt er die vielfältigen, komplizierten Funktionen des autonomen Nervensystems, des Hormon- und des Immunsystems und der anderen Organe wahr. Dies geschieht zum größten Teil außerhalb unserer Kontrolle und Einwirkungsmöglichkeit.

Andere Regionen, wie zum Beispiel unser Großhirn, indem wir Wissen und Erfahrungen sammeln, aktuelle Entscheidungen treffen und unseren Verstand vermuten, unterliegen zumindest teilweise unserer Kontrolle.


Das heißt zusammengefasst, wir können unser Gehirn unterteilen in:
•    
Das Unterbewusstsein: den übergeordneten, unbewussten Teil, der sich unserer Kontrolle weitgehend entzieht
•    
Das Wachbewusstsein: den bewussten Teil mit unserem Verstand und Willen.
 
Der eigentliche Chef ist also das Unterbewusstsein, er hat die Geschäftsleitung und das Management. Unser Wachbewusstsein ist sinngemäß ein 'einfacher Mitarbeiter', der nach Vorgabe der Geschäftsleitung die tägliche Arbeit macht.



 

Auf mein zu Beginn angeführtes Beispiel des Abnehmens bezogen, bedeutet dies:

Unser Bewusstsein, unser Wille, ist nicht in der Lage gegen die Vorstellung unseres Unterbewusstseins von unserem Aussehen, Körperbau oder Figur anzugehen. Manchmal gelingt das kurzfristig, langfristig nicht. Oft verkehrt sich das angestrebte Ziel sogar ins Gegenteil. Das Unterbewusstsein setzt sich früher oder später durch und verstärkt die Reaktion in die gegenläufige Richtung. Bei dem angegebenen Beispiel setzt zu einem bestimmten Zeitpunkt der Jojo-Effekt ein.

Die Hypnose wirkt, indem du mit deinem Unterbewusstsein arbeiten und nicht dagegen.

 

Der Hypnotherapeut verfügt über das nötige Hintergrundwissen und zahlreiche Methoden und Techniken, um dir den Zugang zu diesem Teil Ihrer Persönlichkeit zu ermöglichen.

Woher kommt die Hypnose?

Der Begriff der Hypnose ist auf den griechischen Gott Hypnos, den Gott des Schlafes zurückzuführen und bezeichnet einen mehr oder weniger tiefen Trancezustand, indem es einem Menschen möglich ist, mit seinem Unterbewusstsein in Kontakt zu treten. Er ähnelt eigentlich weniger dem Schlaf, sondern eher natürlichen, spontan auftretenden Zuständen, die man vor allem beim Einschlafen und Aufwachen, sowie bei Tagträumen oder beim konzentrierten Lesen eines Buches erleben kann. Die Wahrnehmung ist verändert und die Konzentration des Bewusstseins auf eine bestimmte Sache gerichtet. Wir sprechen auch von einer 'inneren Aufmerksamkeit'.

Die erste geschichtlich belegte Hypnose ist uns schon aus dem Jahr 4000 v. Chr. bekannt. Die Sumerer,

das älteste Kulturvolk der Erde, haben diese zur Heilung der Seele eingesetzt. Seither wurden immer

wieder Heilungsrituale mittels Hypnose aus den unterschiedlichsten Kulturen beschrieben.

1770 wurde die Hypnose von Franz Anton Mesmer wissenschaftlich aufgegriffen und gezielt eingesetzt.
Im 19. Jahrhundert war Frankreich mit den Schulen in Nancy und Paris führend in der Weiterentwicklung

und Erforschung der Hypnose. Auch Sigmund Freud wurde in dieser Zeit auf die Hypnose aufmerksam.

Er zog sie für eine begrenzte Zeit in seine Analysen mit ein, wendete sich jedoch wieder von dieser Art

der Behandlung ab. Über die Gründe seiner ablehnenden Haltung wird nur spekuliert. So wird behauptet,

dass seine ursprüngliche Behandlungsform, die Analyse, die lukrativere gewesen sei oder auch, dass

sein - durch ein nicht optimal angepasstes Gebiss - schlechter Atem eine adäquate Nähe zu seinen

Patienten verhinderte.

Eine wesentliche Weiterentwicklung erfuhr die Hypnose im 20. Jahrhundert durch Oskar Vogt, Johannes Heinrich Schultz und Klaus Thomas. In Amerika erarbeitete Milton H. Erickson die indirekte Hypnose, Kroger und Dave Elman die autoritäre Hypnose.
Die Techniken von Erickson haben das Bild der Hypnose in den letzten drei Jahrzehnten gewandelt und die Grundlage für die moderne Hypnotherapie geschaffen.

 

 

Angst vor der Hypnose?

Ängste vor der Hypnose liegen meist in mangelndem Wissen oder falschen Informationen begründet und sind bei fachgerechter Anwendung unbegründet.
Grundsätzlich kann kein Mensch jemanden hypnotisieren, der das nicht selbst möchte. Es wird sich auch niemand unter Hypnose zu Handlungen entschließen, die er im Wachzustand nicht ausführen würde.


Vor all dem gilt:

Jeder Mensch sollte sich ausschließlich von einem Therapeuten hypnotisieren lassen, dem er volles Vertrauen schenkt. Aus diesem Grund werden häufig für den ersten Kontakt kostenfreie Gespräche angeboten. Wer danach an der Glaubwürdigkeit des Hypnotiseurs zweifelt, sollte unbedingt von einer Sitzung mit ihm absehen.
 

 

Weitere Fragen zur Hypnose oder Hypnotherapie?

Ich hoffe, ich konnte dir einen kleinen Überblick über die Möglichkeiten der Arbeit mit Hypnose geben.

Wenn du noch Fragen hastkontaktiere 

mich gerne persönlich.

Wem hilft Hypnose?

 

Obwohl die Hypnose von den meisten Menschen als sehr vertraut, natürlich und entspannend empfunden wird, handelt es sich doch um einen ganz besonderen Zustand, der Körperfunktionen positiv verändert und Wahrnehmungen und Klarheit ermöglicht, die im Wachbewusstsein so nicht möglich sind.
Dabei ist es gleich, ob jemand grundsätzlich mit seinem Leben zufrieden ist und sich lediglich etwas Unterstützung wünscht, um sich weiter zu entwickeln und zum Beispiel einen neuen Lebenssinn oder eine Lebensaufgabe sucht oder ob er unter Ängsten oder psychosomatischen Beschwerden leidet.
Entscheidend ist, dass in dem veränderten Bewusstseinszustand der Hypnose, jeder Mensch einen außergewöhnlichen Zugang zu seinen ureigenen Lösungen haben kann.

Nicht angewandt werden darf die Hypnose, wenn endogene Psychosen, Anfallsleiden, extreme Hypotonie, Demenz, Altersschwachsinn oder eine stark ausgeprägte Neigung zu Kurzschlusshandlungen vorliegen.

An dieser Stelle, möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass dieses hypnotherapeutische Angebot die Dienste eines Arztes oder Psychotherapeuten nicht ersetzen kann. Meine Tätigkeit grenzt sich grundlegend von der Tätigkeit eines Arztes ab. Ich stelle keine Diagnosen, gebe kein Heilversprechen ab und behandle nicht medikamentös.
 

 

Monika Taha-Grawitz

Atem & Hypnose