© 2019 Atem & Hypnose ~ Monika Taha-Grawitz ~ 02646 9156396

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"Veränderung geschieht, wenn jemand wird, was er ist, nicht

wenn er versucht, etwas zu werden, das er nicht ist."

Arnold R. Beisser

Fragen und Antworten zur Ganzheitlichen Integrativen Atemtherapie

 

Die Ganzheitliche Integrative Atemtherapie ist ein therapeutischer Ansatz, der den Menschen unterstützen möchte, in unserer Welt bewusst zu existieren und selbstverantwortlich zu handeln. Dazu ist jeder Mensch in der Lage, wenn er seine innere Verletzlichkeit mit seiner Kraft verbindet.
Das Menschenbild ist das eines autonomen, aktiven Wesens, das seine vorhandenen Potentiale verwirklichen will. Der Mensch ist fähig zu ständigem Wachstum unter gleichzeitiger Wahrung seiner Identität. Er ist fähig in seine ursprüngliche Lebenskraft zurück zu finden.
In der Beziehung zwischen Therapeut und Klient spiegelt sich diese Achtung vor dem menschlichen Potential wieder – auch damit dieser selbst erkennen kann, welche Fähigkeiten zur Lösung seiner Probleme sich aus seiner Person entwickeln können.

Was ist die Ganzheitliche Integrative Atemtherapie?

Die Basis dieser therapeutischen Arbeit ist der Atem. Wenn wir bedenken, dass neben der Nahrung der durch die Atmung aufgenommene Sauerstoff der Hauptlieferant von Energie ist, dann erklärt sich vieles schon von selbst.
Wie bei der Hypnose, kommen wir auch in der Atemarbeit leicht in Kontakt mit unserem Unterbewusstsein. Das heißt, ich habe die Möglichkeit mit einem bestimmten Ziel in Atemsitzungen zu gehen und über den Atem dort gespeicherte alte, aber wirksame Informationen, Erfahrungen und Glaubenssätze aufzuspüren, die mich im Moment hindern, dieses Ziel zu erreichen.
Jeder Mensch möchte wachsen. Und dennoch wirkt auch in jedem Menschen die ein oder andere Blockade, die verhindert, dass wir unsere eigenen Möglichkeiten auch nutzen. Oft ahnen wir nicht einmal aus welchem Reichtum an Ressourcen wir schöpfen könnten.
Während der Arbeit mit unserem Atem können wir unsere eingefahrenen Mechanismen erkennen. Und was auch immer uns auf dieser, in den Sitzungen erlangten Bewusstseinsebene begegnet: Wir können es fühlen, annehmend anschauen und es individuell lösen.
Ziel ist es, Dinge, die wir in unserem Unterbewusstsein abgelegt haben, bewusst werden zu lassen. Damit können wir einen gegenwartsgerechten Umgang finden. Es wird möglich eine ganz neue Perspektive zu entwickeln und frei zu leben.
Je harmonischer die Beziehung von bewusstem Ich und Unterbewusstsein ist, desto leichter geschieht alles.


 

Was sind Blockaden?

Während unserer Geburt ändert sich unsere Lebenssituation von eine Sekunde auf die andere völlig. Gerade noch geborgen in der Wärme des schützenden Mutterleibs, werden wir in das Leben geworfen.
Es ist kalt, ungewohnt laut, schrill, rau, unbekannt und bedrohlich. Falls die Nabelschnur zu früh durchtrennt wurde, bekommen wir einen Moment keine Luft, bis wir uns selbst entscheiden, den ersten Atemzug zu tun.
In wenigen Minuten geraten wir vom Paradies in einen Zustand, der lebensbedrohlich scheint.
Doch wir besitzen den Instinkt zu überleben und darüber hinaus die Intelligenz zu erkennen, wie hilflos wir sind. Und so ist es nicht verwunderlich, dass viele unserer ersten Gedanken, der Angst entspringen.


 

„Ich bin schwach. Ich bin hilflos. Ich bin in Gefahr.”
„Ich bin schutzlos. Ich bin verletzbar. Ich bin der Situation nicht gewachsen.”
„Ich kann nicht für mich selbst sorgen.”
„Ich bin irgendwie von allem getrennt.”
„Ich kann nur dann überleben, wenn irgendjemand für mich sorgt.”



 

Diese damals vorherrschenden Gefühle sind so etwas wie eine allererste

Programmierung für unser Leben. Es haben sich Glaubenssätze gebildet, die tief in uns

immer noch wirken und uns manchmal blockieren.
Die Situation ist lange schon eine andere geworden. Ich bin erwachsen, intelligent, weitgehend unabhängig und habe viele Ressourcen zur Verfügung. Was hindert mich erfolgreich und gesund all meine Ziele umzusetzen?
Es sind diese tiefen Überzeugungen, die da noch in mir wohnen. Stolpersteine, Glaubenssätze oder aber Blockaden.

Was verstehen wir unter einem "verbundenen Atem"?

 

Die Arbeit mit dem inneren Kind ist eine wundervolle Methode der Ganzheitliche Integrativen Atemtherapie.

Das innere Kind steht hierbei für all die Verletzungen, die wir in unserem Leben erfahren haben. Wenn ich lernen möchte, meine Verletzlichkeit zu tragen, biete diese Arbeit gute Möglichkeiten.
Hat ein Mensch in seiner Kindheit viele Verletzungen erfahren, wird er als Erwachsener vielleicht dazu tendieren, sein inneres Kind von seinem erwachsenen Dasein abzutrennen. Er möchte damit vermeiden, den Schmerz des Kindes noch einmal zu fühlen, möchte vielleicht die eigene Hilflosigkeit nicht spüren oder fühlt sich überfordert, das Kind zu versorgen. Das alles sind mehr oder weniger unbewusste Vorgänge, während derer der Mensch sich mehr und mehr von seinem inneren Kind entfernt. Dieses Verhalten hat Konsequenzen.
Bestimmte Lebensmuster entstehen, die uns daran hindern zu wachsen.

Wenn wir diese auflösen möchten, können wir mit Hilfe des verbundenen Atmens,

unserem inneren Kind ganz bewusst begegnen und sehen, was es braucht.
 

Mit der Übernahme dieser Verantwortung wird der Mensch unabhängiger

von der Meinung und dem Wohlwollen anderer. Er erkennt, dass er weder

körperlich noch seelisch davon abhängig ist, was ihm „von außen” zuteil wird.

Im Gegenteil: Keiner kann so gut für sich sorgen wie er selbst.

Es gilt nur es anzunehmen.
Der Kontakt mit dem inneren Kind bringt oft

tiefgreifende Veränderungen mit sich und führt Dich in Deine Kraft und Deine ureigene Lebendigkeit.

 

Die meisten Menschen nutzen lediglich einen Bruchteil des ihnen zur Verfügung stehenden Atemvolumens.
Ein zu geringes Energieniveau begrenzt die Möglichkeiten zu einem vollen Ausdruck der Gefühle und der Motilität. Andererseits beschränken diese muskulären Blockaden die Energiezufuhr durch die Atmung und der Körper benötigt so auch weniger Energie. Das System ist also auf diesem eingeschränkten Energieniveau durchaus stabil und auch die eingeschränkte Atmung hatte irgendwann ihre Funktion. Die Muskelverspannungen und die hiermit verbundenen Atemblockaden hatten die Aufgabe, Affekte, Gefühle und zu stürmische Freisetzung der Lebensenergie zu unterdrücken und den Organismus so vor Konflikten und Anforderungen, die nicht zu bewältigen waren, zu schützen.
Aber jetzt ist nicht früher.
Indem wir verbunden atmen, bekennen wir uns zu dem, was wirklich ist. Wir haben die Möglichkeit genau das zu erfahren, was in uns noch nicht im Gleichgewicht ist. Das heißt, wir durchbrechen unseren alten Kreislauf von Zurückhaltung und Einschränkung, den wir durch das Reduzieren unseres Atem- und Energiesystems aufgebaut haben und lassen frei, was darunter verborgen ist.
Und wir stellen fest, dass wir es tragen können. Mit unserem Atem.

 

Für gewöhnlich erhalte ich nach relativ kurzer Zeit die Rückmeldung von Klienten, dass sie begonnen haben, den Atem auch bewusst in ihren Alltag zu integrieren. Das ist leicht möglich und ein großer Vorteil dieser Therapieform. Der Mensch gerät in kein Abhängigkeitsverhältnis, sondern lernt sich selbst zu helfen.

Wie kann ich mit meinem inneren Kind arbeiten?

 
 

Was ist der Voice Dialogue?

Eine Methode, die es uns ermöglicht, uns selbst besser kennenzulernen und versöhnlicher mit uns selbst umzugehen, ist der Voice Dialogue. Sie wurde von dem amerikanischen Psychologen Ehepaar Hal und Sidra Stone entwickelt und heißt übersetzt soviel wie „Dialog der Stimmen”.
Vermutlich kennt das jeder: Ich treffe eine Entscheidung – „Morgen fahre ich ans Meer” – und wo gerade nur Freude war, werden jetzt plötzlich verschiedene Stimmen laut.


„Das Spritgeld ist zu teuer. Das kannst Du Dir gerade nicht leisten.”
„Alleine? Das ist viel zu gefährlich!”
„Oh, ja! Erholung ist dringend nötig.”
„Du solltest morgen besser arbeiten!”


Eben noch fest entschlossen, gerate ich jetzt kräftig in Verwirrung und

mir wird richtig ungemütlich.


 

Woher kommen diese Stimmen und wer spricht da überhaupt?


Entsprechend den Strategien, die wir als Kinder zum Überleben entwickeln, bilden sich Teilpersönlichkeiten in uns aus. Wenn ich erfahren habe, dass meine überlastete Mutter sich freut, wenn ich die Dinge schnell und zeitnah erledige, dann hat sich in mir mit großer Wahrscheinlichkeit ein energischer Antreiber entwickelt. Das ist die Stimme, die mich im obigen Beispiel daran erinnert, dass ich arbeiten muss. Er hilft mir auch in meiner selbstständigen Arbeit am Ball zu bleiben, nicht zu viele Pausen zu machen, keine Zeit durch ineffektives Arbeiten zu verschwenden...
Er tut das, weil er erfahren hat, dass das Verhalten zu dem er mich auffordert, einen Nutzen für mich hat, bzw. hatte. Wie alle Teilpersönlichkeiten ist es sein Ziel, mich am Leben zu erhalten. Betrachte ich die Vergangenheit, dann hat der Antreiber eine wirklich gute Arbeit gemacht, denn ich bekam durch ihn die Anerkennung von meiner Mutter, die ich dringend brauchte. Auch in der Gegenwart wäre ich ohne ihn schlecht dran. Wahrscheinlich würde ich den ganzen Tag auf der Couch liegen und irgendwann würde ich nicht einmal mehr aus meinem Bett kommen.
Und so lebt mein innerer Antreiber diese einmal entwickelte Strategie weiter und weiter, weil sie sich bewährt hat.
Wenn er mich heute allerdings davon abhält mich zu erholen oder Pausen zu machen, obwohl ich es dringend brauche, dann läuft da etwas nicht mehr so gut für mich.

Im Voice Dialogue habe ich die Möglichkeit, mit dem Antreiber in Kontakt zu kommen. Ich stelle ihn auf und lasse ihn sprechen ohne zu werten oder zu interpretieren. Wenn ich ihm neugierig und achtsam begegne, kann ich in der Regel eine gute Verbindung herstellen, in der ich eine Menge über ihn erfahren kann. Und ich kann gemeinsam mit ihm schauen, ob das von uns gelebte Modell noch passt.

Außer dem Antreiber gibt es noch unzählige weitere Stimmen. Da sind der Beschützer, der Kritiker, der Pleaser, der Rebell, der Faulenzer, der Kaiser, das magische Kind, die Göttin, die Schlampe und viele, viele mehr. Je mehr dieser Teilpersönlichkeiten ich kenne, das heißt bewusst aufgenommen habe, desto leichter und der Situation angemessener kann ich meine Entscheidungen treffen.

 

Weitere Fragen zur Integrativen Ganzheitlichen Atemtherapie?

Ich hoffe, ich konnte dir einen kleinen Überblick über die Möglichkeiten der ganzheitlichen integrativen Atemarbeit geben.

Wenn du noch Fragen hast, kontaktiere mich gerne persönlich.

 

Monika Taha-Grawitz

Atem & Hypnose