Hypnotherapie

Die Hypnose ist eines der ältesten Verfahren Menschen zu behandeln. Es gibt viele Fehlvorstellungen von Hypnose und einige Menschen haben daher ein gewisses Unbehagen bei der Vorstellung sich hypnotisieren zu lassen.
Im Folgenden finden Sie einige Informationen, die Ihnen den Zugang zu dieser Arbeit erleichtern können.

 

Fragen zur Hypnotherapie

Im Zusammenhang mit einer bevorstehenden hypnotherapeutischen Sitzung werden oft folgende Fragen gestellt:

Steine in Balance

•  Was ist Hypnotherapie?

Hypnotherapie ist eine Therapieform, die auf Hypnose basiert, um durch die gezielte Arbeit mit dem Unterbewusstsein ein vorher festgelegtes Ziel zu erreichen.



•  Wie und warum wirkt Hypnose?

"Morgen nehme ich ab"

Steine in Balance

Die meisten Menschen haben viele kleine und manchmal auch größere Wünsche, dies oder jenes zu ändern. Ein typisches Beispiel ist wohl das Thema 'Abnehmen'.
Meist weiß der- oder diejenige genau, was zu tun ist und an starkem Willen fehlt es auch nicht. Trotzdem scheitern wir an der Umsetzung.

Warum scheitern wir so oft bei der Umsetzung?

Unser Verstand und unser Wille werden immer wieder überschätzt!
Wären Verstand und Wille die entscheidenden Komponenten unseres Handelns, würden wir immer die bestmöglichen Entscheidungen treffen. Wir wären alle gesund, glücklich, wunderschön und erfolgreich.
Aus der Neurologie wissen wir, dass es entwicklungsgeschichtlich sehr alte Gehirnregionen gibt, die anderen übergeordnet sind. Diese Bereiche steuern selbstständig und parallel viele - meist lebenserhaltende - Funktionen. Der Mensch spürt weder etwas von der Informationsverarbeitung in den Milliarden Nervenzellen des Gehirns, noch nimmt er die vielfältigen, komplizierten Funktionen des autonomen Nervensystems, des Hormon- und des Immunsystems und der anderen Organe wahr. Dies geschieht zum größten Teil außerhalb unserer Kontrolle und Einwirkungsmöglichkeit.


Andere Regionen, wie zum Beispiel unser Großhirn, indem wir Wissen und Erfahrungen sammeln, aktuelle Entscheidungen treffen und unseren Verstand vermuten, unterliegen zumindest teilweise unserer Kontrolle.
Das heißt zusammengefasst, wir können unser Gehirn unterteilen in:

 

Der eigentliche Chef ist also das Unterbewusstsein, er hat die Geschäftsleitung und das Management. Unser Wachbewusstsein ist sinngemäß ein 'einfacher Mitarbeiter', der nach Vorgabe der Geschäftsleitung die tägliche Arbeit macht.


Auf mein zu Beginn angeführtes Beispiel des Abnehmens bezogen, bedeutet dies:
Unser Bewusstsein, unser Wille, ist nicht in der Lage gegen die Vorstellung unseres Unterbewusstseins von unserem Aussehen, Körperbau oder Figur anzugehen. Manchmal gelingt das kurzfristig, langfristig nicht. Oft verkehrt sich das angestrebte Ziel sogar ins Gegenteil. Das Unterbewusstsein setzt sich früher oder später durch und verstärkt die Reaktion in die gegenläufige Richtung. Bei dem angegebenen Beispiel setzt zu einem bestimmten Zeitpunkt der Jojo-Effekt ein.

Die Hypnose wirkt, indem Sie mit Ihrem Unterbewusstsein arbeiten und nicht dagegen.

Der Hypnotherapeut verfügt über das nötige Hintergrundwissen und zahlreiche Methoden und Techniken, um Ihnen den Zugang zu diesem Teil Ihrer Persönlichkeit zu ermöglichen.



•  Woher kommt Hypnose?

Steine in Balance

Der Begriff der Hypnose ist auf den griechischen Gott Hypnos, den Gott des Schlafes zurückzuführen und bezeichnet einen mehr oder weniger tiefen Trancezustand, indem es einem Menschen möglich ist, mit seinem Unterbewusstsein in Kontakt zu treten. Er ähnelt natürlichen, spontan auftretenden Zuständen, die man vor allem beim Einschlafen und Aufwachen, sowie bei Tagträumen oder beim konzentrierten Lesen eines Buches erleben kann. Die Wahrnehmung ist verändert und die Konzentration des Bewusstseins auf eine bestimmte Sache gerichtet. Wir sprechen auch von einer 'inneren Aufmerksamkeit'.

Die erste geschichtlich belegte Hypnose ist uns schon aus dem Jahr 4000 v. Chr. bekannt. Die Sumerer, das älteste Kulturvolk der Erde, haben diese zur Heilung der Seele eingesetzt. Seither wurden immer wieder Heilungsrituale mittels Hypnose aus den unterschiedlichsten Kulturen beschrieben.


1770 wurde die Hypnose von Franz Anton Mesmer wissenschaftlich aufgegriffen und gezielt eingesetzt.
Im 19. Jahrhundert war Frankreich mit den Schulen in Nancy und Paris führend in der Weiterentwicklung und Erforschung der Hypnose. Auch Sigmund Freud wurde in dieser Zeit auf die Hypnose aufmerksam. Er zog sie für eine begrenzte Zeit in seine Analysen mit ein, wendete sich jedoch wieder von dieser Art der Behandlung ab. Über die Gründe seiner ablehnenden Haltung wird nur spekuliert. So wird behauptet, dass seine ursprüngliche Behandlungsform, die Analyse, die lukrativere gewesen sei oder auch, dass sein - durch ein nicht optimal angepasstes Gebiss - schlechter Atem eine adäquate Nähe zu seinen Patienten verhinderte.


Eine wesentliche Weiterentwicklung erfuhr die Hypnose im 20. Jahrhundert durch Oskar Vogt, Johannes Heinrich Schultz und Klaus Thomas. In Amerika erarbeitete Milton H. Erickson die indirekte Hypnose, Kroger und Dave Elman die autoritäre Hypnose.

Die Techniken von Erickson haben das Bild der Hypnose in den letzten drei Jahrzehnten gewandelt und die Grundlage für die moderne Hypnotherapie geschaffen.



•  Angst vor Hypnose?

Ängste vor der Hypnose liegen meist in mangelndem Wissen oder falschen Informationen begründet und sind bei fachgerechter Anwendung unbegründet.
Grundsätzlich kann kein Mensch jemanden hypnotisieren, der das nicht selbst möchte. Es wird sich auch niemand unter Hypnose zu Handlungen entschließen, die er im Wachzustand nicht ausführen würde.



•  Wem hilft Hypnose?

Obwohl die Hypnose von den meisten Menschen als sehr vertraut, natürlich und entspannend empfunden wird, handelt es sich doch um einen ganz besonderen Zustand, der Körperfunktionen positiv verändert und Wahrnehmungen und Klarheit ermöglicht, die im Wachbewusstsein so nicht möglich sind.


Wissenschaftliche Untersuchungen belegen deutlich nachweisbare Wirkungen im Bereich der

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Auf der psychischen Ebene

 

Nicht angewandt werden darf die Hypnose, wenn endogene Psychosen, Anfallsleiden, extreme Hypotonie, Demenz, Altersschwachsinn oder eine stark ausgeprägte Neigung zu Kurzschlusshandlungen vorliegen.


An dieser Stelle, möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass dieses hypnotherapeutische Angebot die Dienste eines Arztes nicht ersetzen kann. Meine Tätigkeit grenzt sich grundlegend von der Tätigkeit eines Arztes ab. Ich stelle keine Diagnosen, gebe kein Heilversprechen ab und behandle nicht medikamentös.


•  Gibt es Spezialisierungen in der Hypnose?

Da jeder, der sich dafür befähigt hält, Hypnose im nichtmedizinischen Bereich anwenden darf, ist der Markt voll von Hypnotiseuren, die beispielsweise Raucherentwöhnungen und Gewichtsreduktionen anbieten. Einheitliche Qualifikationsvorschriften gibt es bislang noch nicht, doch liegt es auf der Hand, dass die Qualifizierung des Therapeuten ganz erheblich über den Erfolg oder Misserfolg der Therapie entscheidet.


Es werden hierbei - grob unterteilt - zwei Hauptströmungen unterschieden:

 

Erst im näheren Kennenlernen des Klienten zeigt sich, für welche Methode dieser empfänglich ist. Ich bevorzuge in meiner Arbeit die aufdeckende Methode, weil sie die Bedürfnis- und Ressourcenlage des Klienten besser erfasst. Dabei ist es gleich, ob Sie sich - ohne großen Leidensdruck - einfach weiterentwickeln möchten und die Richtung noch nicht sehen, einen neuen Lebenssinn oder -aufgabe suchen oder unter Ängsten oder psychosomatischen Beschwerden leiden.
Ziel einer Ausbildung im Bereich der Hypnotherapie sollte es unter anderem sein, diese beiden Methoden kennen zu lernen und ggf. miteinander zu verknüpfen.

Jeder Mensch sollte sich ausschließlich von Therapeuten hypnotisieren lassen, denen er volles Vertrauen schenkt. Wer an der Glaubwürdigkeit des Hypnotiseurs zweifelt, sollte unbedingt von einer Sitzung mit ihm absehen.



•  Weitere Fragen zu Hypnose oder Hypnotherapie?

Ich hoffe, dass ich Ihnen einen kleinen Überblick über die Möglichkeiten meiner hypnotherapeutischen Arbeit geben konnte. Sollten Sie weitere Fragen haben, lade ich Sie ganz herzlich zu einem unverbindlichen und kostenfreien Beratungsgespräch ein.