Ganzheitliche Integrative Atemtherapie

Ein Weg zu mir

leuchtender Diamant

Brandon Bays beschreibt den Menschen als einen wunderschönen, leuchtenden Diamanten. Im Laufe seines Lebens überdeckt er diesen mit verschiedenen Schichten bis der Diamant nicht mehr zu erkennen ist. Der Mensch meint zu diesem Zeitpunkt, er sei diese Schichten. Vermeintlich gut geschützt, hat er den Zugang zu seinem wertvollen Kern verloren. Und damit auch sein Leuchten
Durch die Arbeit mit unserem Atem haben wir die Möglichkeit uns selbst wieder zu finden. Wir berühren Blockaden und lösen sie Schicht für Schicht auf – bis unser Kern wieder leuchten kann.


Wenn Sie sich auch manchmal fragen, was Ihre Aufgabe in diesem Leben ist und Sie einen erfüllten Lebensweg gehen wollen, dann machen Sie sich auf und entdecken Sie die Kraft Ihres Atems.


Und wer mag, findet weitere Informationen über die Ganzheitliche Integrative Atemtherapie unter folgenden Punkten:



•  Was ist Ganzheitliche Integrative Atemtherapie?

Die Basis dieser therapeutischen Arbeit ist der Atem. Wenn wir bedenken, dass neben der Nahrung der durch die Atmung aufgenommene Sauerstoff der Hauptlieferant von Energie ist, dann erklärt sich vieles schon von selbst.
Wie bei der Hypnose, kommen wir auch in der Atemarbeit leicht in Kontakt mit unserem Unterbewusstsein. Das heißt, ich habe die Möglichkeit mit einem bestimmten Ziel in Atemsitzungen zu gehen und über den Atem dort gespeicherte alte, aber wirksame Informationen, Erfahrungen und Glaubenssätze aufzuspüren, die mich im Moment hindern, dieses Ziel zu erreichen.
Jeder Mensch möchte wachsen. Und dennoch wirkt auch in jedem Menschen die ein oder andere Blockade, die verhindert, dass wir unsere eigenen Möglichkeiten auch nutzen. Oft ahnen wir nicht einmal aus welchem Reichtum an Ressourcen wir schöpfen könnten.
Während der Arbeit mit unserem Atem können wir unsere eingefahrenen Mechanismen erkennen. Und was auch immer uns auf dieser, in den Sitzungen erlangten Bewusstseinsebene begegnet: Wir können es fühlen, annehmend anschauen und es individuell lösen.
Ziel ist es, Dinge, die wir in unserem Unterbewusstsein abgelegt haben, bewusst werden zu lassen. Damit können wir einen gegenwartsgerechten Umgang finden. Es wird möglich eine ganz neue Perspektive zu entwickeln und frei zu leben.
Je harmonischer die Beziehung von bewusstem Ich und Unterbewusstsein ist, desto leichter geschieht alles.


Die Ganzheitliche Integrative Atemtherapie ist ein therapeutischer Ansatz, der den Menschen unterstützen möchte, in unserer Welt bewusst zu existieren und selbstverantwortlich zu handeln. Dazu ist jeder Mensch in der Lage, wenn er seine innere Verletzlichkeit mit seiner Kraft verbindet.
Das Menschenbild ist das eines autonomen, aktiven Wesens, das seine vorhandenen Potentiale verwirklichen will. Der Mensch ist fähig zu ständigem Wachstum unter gleichzeitiger Wahrung seiner Identität. Er ist fähig in seine ursprüngliche Lebenskraft zurück zu finden.
In der Beziehung zwischen Therapeut und Klient spiegelt sich diese Achtung vor dem menschlichen Potential wieder – auch damit dieser selbst erkennen kann, welche Fähigkeiten zur Lösung seiner Probleme sich aus seiner Person entwickeln können.



Denk Dich nicht ins freie Leben.
Lebe Dich ins freie Denken.

Joachim Schneider




•  Was verstehen wir eigentlich unter Blockaden?

Während unserer Geburt ändert sich unsere Lebenssituation von eine Sekunde auf die andere völlig. Gerade noch geborgen in der Wärme des schützenden Mutterleibs, werden wir in das Leben geworfen.
Es ist kalt, ungewohnt laut, schrill, rau, unbekannt und bedrohlich. Falls die Nabelschnur zu früh durchtrennt wurde, bekommen wir einen Moment keine Luft, bis wir uns selbst entscheiden, den ersten Atemzug zu tun.
In wenigen Minuten geraten wir vom Paradies in einen Zustand, der lebensbedrohlich scheint.
Doch wir besitzen den Instinkt zu überleben und darüber hinaus die Intelligenz zu erkennen, wie hilflos wir sind. Und so ist es nicht verwunderlich, dass viele unserer ersten Gedanken, der Angst entspringen.


„Ich bin schwach. Ich bin hilflos. Ich bin in Gefahr.”
„Ich bin schutzlos. Ich bin verletzbar. Ich bin der Situation nicht gewachsen.”
„Ich kann nicht für mich selbst sorgen.”
„Ich bin irgendwie von allem getrennt.”
„Ich kann nur dann überleben, wenn irgendjemand für mich sorgt.”


Diese damals vorherrschenden Gefühle sind so etwas wie eine allererste Programmierung für unser Leben. Es haben sich Glaubenssätze gebildet, die tief in uns immer noch wirken und uns manchmal blockieren.
Die Situation ist lange schon eine andere geworden. Ich bin erwachsen, intelligent, weitgehend unabhängig und habe viele Ressourcen zur Verfügung. Was hindert mich erfolgreich und gesund all meine Ziele umzusetzen?
Es sind diese tiefen Überzeugungen, die da noch in mir wohnen. Stolpersteine, Glaubenssätze oder aber Blockaden.




•  Der verbundene Atem

Die meisten Menschen nutzen lediglich einen Bruchteil des ihnen zur Verfügung stehenden Atemvolumens.
Ein zu geringes Energieniveau begrenzt die Möglichkeiten zu einem vollen Ausdruck der Gefühle und der Motilität. Andererseits beschränken diese muskulären Blockaden die Energiezufuhr durch die Atmung und der Körper benötigt so auch weniger Energie. Das System ist also auf diesem eingeschränkten Energieniveau durchaus stabil und auch die eingeschränkte Atmung hatte irgendwann ihre Funktion. Die Muskelverspannungen und die hiermit verbundenen Atemblockaden hatten die Aufgabe, Affekte, Gefühle und zu stürmische Freisetzung der Lebensenergie zu unterdrücken und den Organismus so vor Konflikten und Anforderungen, die nicht zu bewältigen waren, zu schützen.
Aber jetzt ist nicht früher.
Indem wir verbunden atmen, bekennen wir uns zu dem, was wirklich ist. Wir haben die Möglichkeit genau das zu erfahren, was in uns noch nicht im Gleichgewicht ist. Das heißt, wir durchbrechen unseren alten Kreislauf von Zurückhaltung und Einschränkung, den wir durch das Reduzieren unseres Atem- und Energiesystems aufgebaut haben und lassen frei, was darunter verborgen ist.
Und wir stellen fest, dass wir es tragen können. Mit unserem Atem.

Für gewöhnlich erhalte ich nach relativ kurzer Zeit die Rückmeldung von Klienten, dass sie begonnen haben, den Atem auch bewusst in ihren Alltag zu integrieren. Das ist leicht möglich und ein großer Vorteil dieser Therapieform. Der Mensch gerät in kein Abhängigkeitsverhältnis, sondern lernt sich selbst zu helfen.




•  Die Arbeit mit dem inneren Kind

Die Arbeit mit dem inneren Kind ist eine wundervolle Methode der Ganzheitliche Integrativen Atemtherapie. Das innere Kind steht hierbei für all die Verletzungen, die wir in unserem Leben erfahren haben. Wenn ich lernen möchte, meine Verletzlichkeit zu tragen, biete diese Arbeit gute Möglichkeiten.
Hat ein Mensch in seiner Kindheit viele Verletzungen erfahren, wird er als Erwachsener vielleicht dazu tendieren, sein inneres Kind von seinem erwachsenen Dasein abzutrennen. Er möchte damit vermeiden, den Schmerz des Kindes noch einmal zu fühlen, möchte vielleicht die eigene Hilflosigkeit nicht spüren oder fühlt sich überfordert, das Kind zu versorgen. Das alles sind mehr oder weniger unbewusste Vorgänge, während derer der Mensch sich mehr und mehr von seinem inneren Kind entfernt. Dieses Verhalten hat Konsequenzen.
Erstens werden durch diese Lebensweise nicht nur die schmerzlichen Gefühle abgetrennt, sondern ich versperre mir gleichzeitig auch den Zugang zu positiven Gefühlen. Das ist wie bei einem Pendel. Kann es auf der einen Seite nicht ausschlagen, dann fehlt ihm auch der Schwung für die andere Seite. Der zweite Punkt ist folgender: Wenn ich es ablehne – und sei es auch nur unbewusst – für mein inneres Kind zu sorgen, muss ich mich mein ganzes Leben von außen versorgen lassen. Das kostet sehr viel Anstrengung, schafft in der Regel unschöne Beziehungen und ist im Endresultat meist unbefriedigender als erhofft.

Ein Beispiel:
Wenn ich als Kind Missachtung, Liebesentzug oder ähnliche Verletzungen erfahre, wird dadurch natürlich mein Selbstwertgefühl beschädigt. Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass ich mit dieser Vergangenheit als Erwachsener auf Kritik schnell gekränkt reagiere. Dann wird es Menschen in meinem Leben geben, die sagen, dass ich viel zu empfindlich bin. Ich habe natürlich die Möglichkeit aus meiner Verletzung heraus auf diese Menschen zu schimpfen und sie in Zukunft zu meiden. Das scheint im ersten Augenblick der leichteste Weg zu sein.„ Es gibt bestimmt irgendwo auch andere Menschen, die mich nicht ständig kritisieren.” Leider funktioniert es in der Regel nicht so. Genau dieser Menschenschlag wird mir immer wieder begegnen, um mich mit meinem Thema zu konfrontieren.

inner child Statt also den Personenkreis um mich herum immer weiter einzuschränken, habe ich die Chance mir dieses innere Kind anzuschauen, das da weint, weil es gekränkt ist. Wenn ich den Mut habe, sein Leid zu betrachten und mit ihm zu fühlen, habe ich die große Chance es ein Stück zu heilen und so selbst heiler zu werden. Ich stelle eine liebevolle Beziehung her, nehme das Kind an und sorge für es.
Während dieses Prozesses, fühle ich nicht nur den Schmerz des Kindes, sondern ich kann auch deutlich erkennen, dass meine Empfindlichkeit als Erwachsener „nur” ein Teil von mir ist. In diesen Situationen lebt das Kind in mir, das früher allzu oft erfahren hat, nicht richtig zu sein. Je mehr ich mit ihm in Verbindung trete, und ihm das gebe, was es braucht, desto mehr kann ich meine heutige Kraft spüren und erwachsen adäquat reagieren, wenn ich ein weiteres Mal kritisiert werde.

Mit der Übernahme dieser Verantwortung wird der Mensch unabhängiger von der Meinung und dem Wohlwollen anderer. Er erkennt, dass er weder körperlich noch seelisch davon abhängig ist, was ihm „von außen” zuteil wird. Im Gegenteil: Keiner kann so gut für sich sorgen wie er selbst. Das innere Kind teilt in der Regel genau mit, was es wann braucht. Es gilt nur zuzuhören und es anzunehmen.

Es fällt auf, wie schnell sich Menschen verändern, wenn sie mit ihrem inneren Kind arbeiten. Diese Veränderung ist tiefgreifend und setzt ein hohes Maß an Kraft und Kreativität frei.
Und ein ganz besonderes Geschenk gibt es auch noch. Geben wir unserem inneren Kind, was es braucht – und somit auch uns – so erhalten wir dieselbe Gabe häufig auch von anderer Seite. Auf das vorangegangene Beispiel bezogen bedeutet das, dass mir nach getaner Arbeit in Zukunft wahrscheinlich häufiger Menschen begegnen werden, die mich sein lassen können wie ich bin – auch weil ich es mir selbst ein Stück mehr erlaube.


•  Der Voice Dialogue

Eine Methode, die es uns ermöglicht, uns selbst besser kennenzulernen und versöhnlicher mit uns selbst umzugehen, ist der Voice Dialogue. Sie wurde von dem amerikanischen Psychologen Ehepaar Hal und Sidra Stone entwickelt und heißt übersetzt soviel wie „Dialog der Stimmen”.
Vermutlich kennt das jeder: Ich treffe eine Entscheidung – „Morgen fahre ich ans Meer” – und wo gerade nur Freude war, werden jetzt plötzlich verschiedene Stimmen laut.
„Das Spritgeld ist zu teuer. Das kannst Du Dir gerade nicht leisten.”
„Alleine? Das ist viel zu gefährlich!”
„Oh, ja! Erholung ist dringend nötig.”
„Du solltest morgen besser arbeiten!”
Eben noch fest entschlossen, gerate ich jetzt kräftig in Verwirrung und mir wird richtig ungemütlich.

Woher kommen diese Stimmen und wer spricht da überhaupt?
Entsprechend den Strategien, die wir als Kinder zum Überleben entwickeln, bilden sich Teilpersönlichkeiten in uns aus. Wenn ich erfahren habe, dass meine überlastete Mutter sich freut, wenn ich die Dinge schnell und zeitnah erledige, dann hat sich in mir mit großer Wahrscheinlichkeit ein energischer Antreiber entwickelt. Das ist die Stimme, die mich im obigen Beispiel daran erinnert, dass ich arbeiten muss. Er hilft mir auch in meiner selbstständigen Arbeit am Ball zu bleiben, nicht zu viele Pausen zu machen, keine Zeit durch ineffektives Arbeiten zu verschwenden...
Er tut das, weil er erfahren hat, dass das Verhalten zu dem er mich auffordert, einen Nutzen für mich hat, bzw. hatte. Wie alle Teilpersönlichkeiten ist es sein Ziel, mich am Leben zu erhalten. Betrachte ich die Vergangenheit, dann hat der Antreiber eine wirklich gute Arbeit gemacht, denn ich bekam durch ihn die Anerkennung von meiner Mutter, die ich dringend brauchte. Auch in der Gegenwart wäre ich ohne ihn schlecht dran. Wahrscheinlich würde ich den ganzen Tag auf der Couch liegen und irgendwann würde ich nicht einmal mehr aus meinem Bett kommen.
Und so lebt mein innerer Antreiber diese einmal entwickelte Strategie weiter und weiter, weil sie sich bewährt hat.
Wenn er mich heute allerdings davon abhält mich zu erholen oder Pausen zu machen, obwohl ich es dringend brauche, dann läuft da etwas nicht mehr so gut für mich.
Meine Stimmen
Im Voice Dialogue habe ich die Möglichkeit, mit dem Antreiber in Kontakt zu kommen. Ich stelle ihn auf und lasse ihn sprechen ohne zu werten oder zu interpretieren. Wenn ich ihm neugierig und achtsam begegne, kann ich in der Regel eine gute Verbindung herstellen, in der ich eine Menge über ihn erfahren kann. Und ich kann gemeinsam mit ihm schauen, ob das von uns gelebte Modell noch passt.

Außer dem Antreiber gibt es noch unzählige weitere Stimmen. Da sind der Beschützer, der Kritiker, der Pleaser, der Rebell, der Faulenzer, der Kaiser, das magische Kind, die Göttin, die Schlampe und viele, viele mehr. Je mehr dieser Teilpersönlichkeiten ich kenne, das heißt bewusst aufgenommen habe, desto leichter und der Situation angemessener kann ich meine Entscheidungen treffen.